Tag 2 - Von Sukosan nach Hramina

09.09 - Bergungsaktion im Hafenbecken

Beim Aufstehen waren wir überrascht von milden Temperaturen. Bei nur wenigen Wolken versprach die aufziehende Sonne einen schönen Tag bei ca. 23 Grad Celsius.. Nach Dusche und Besorgung von Frühstücksbrötchen, sowie Tagesproviant beim Supermarkt der Marina von Sukosan ging es ans Klarmachen zum Auslaufen. “Kampftaucher Braun” hatte sich allerdings entschlossen vorher eine Bergungsübung im Hafenbecken durchzuführen. Dies geschah nicht ganz freiwillig. Beim Befüllen der Wassertanks war ihm der Verschluß selbiger ins Hafenbecken gefallen und ohne konnten wir nicht starten. Es galt das Verursacherprinzip. Ein Bad im Hafenbecken war unausweichbar. Gepeinigt von lauter Schadenfreude der Besatzung und der Tatsache das der Ausfluß der Chemietoiletten an Bord der Yachten wegen “technischer Problem” direkt ins Wasser geleitet wurde, begab er sich samt Taucherbrille ins Wasser. Es war selbstredend kein Vergnügen - Sein prustendes Quäken ob der niedrigen Wassertemperaturen scheuchte den halben Hafen auf. Es klang wie eine Mischung aus Schlachtfest und Koitus. Unter dem Gelächter der Crew wurde der Verschluß allerdings schnell geborgen. Danach verlangte die Hygiene eine vollständige Desinfektion des im Hafenbecken gebadeten Christian im Duschbereich der Marina. So konnte bald die Sicherheitseinweisung beginnen und ca. um 10:30 stachen wir in See.

14.35 - Wodka Bull Nr. x

Kurs Südost und bei ca. 4 Knoten ging es vom Yachthafen Sukosan durch den Pasmanskikanal. Das erste Manöver wurde noch mit Bier belohnt. Das zweite auch noch. Danach gingen wir über zum “niedrig prozentigen Lokallikör” bzw. “Eselsschnaps” über. Worauf hin mit mehreren Runden WokdaBull gespült werden musste. Die Stimmung stieg unaufhörlich und unsere Wodkaflasche leerte sich bald ins letzte Viertel. Zwischendurch wurde die Jukebox mit stimmungsvollen Klängen von Wolfgang Petry über Udo Jürgens gefüttert. Das Wetter war nach wie vor stabil und sonnig.

Nach 3 WokdkaBull einer Runde “Eselsschnaps” und diversen Gläsern Bier überkam uns ein sonnig sinnliches Gefühl von Glück. Das Ohr gestreichelt vom Klang von Peter Cornelius “Du entschuldige I kenn Di..:” und in herrlichem Sonnenschein hätte der Moment kaum perfekter sein können. Am Nachmittag frischte dann der Wind auf 16 Knoten auf und wir kreuzten mit der Höchstgeschwindigkeit von 7,2 Knoten in extremer Krenkung zwischen den Inseln. Der Highspeedkurs ermunterte den Skipper dazu mehrere Mann über Bord Manöver auf offener See durchzuführen. Dabei wurde ein Fender über Bord geworfen und gerettet. Beruhigend war, dass alle Fender gerettet werden konnten. Der Rückweg bei Starkwind führte uns in die Marina von Hramina auf der Insel Murter in der wir durch den starken Wind nur durch ein äußerst anstrengendes Anlandungsmanöver festmachen konnten.

19.46 - Sonnenuntergang auf Murter

Die Marina selbst war äußerst gepflegt mit top Duschen und WCs. Im Receptionsbereich der Marina konnten wir endlich Geld wechseln und es gab sogar einen Internet-PC an dem man für 5 Kuna 15 Minuten surfen konnte. Wir fühlten uns pudelwohl und bis zum Sonnenuntergang waren wir fertig zum Landgang und zum Essen fassen. Hramina selbst ist ein sehr schöner Ort mit ausgeprägter Kneipenkultur und etlichen Restaurants. Man kann sich förmlich vorstellen wie der Ort lebt, wenn Hochsaison ist. Eines der vielen Restaurants ganz am Ende des Ortes, das Retaurant Tic Tac steuerten wir zum Abendessen an. Es gab gegrillte Calamari, die auf Nachforderung von “Kampftaucher Braun” mit einem halben Liter Knoblauchöl garniert wurden. Das Restaurant war leider relativ teuer. Aber egal, zum Abschluß des Abends gab es dann noch Slibowitz auf dem Boot. Diese unheilige Allianz bescherte uns eine berauschend, knoblauchbetäubte Nacht.

Die Bildergalerie des 2. Tages :

Die Reiseroute des 2.Tages: